LIECHTENSTEIN 2068

SZENARIEN ZUR ZUKUNFT DES FÜRSTENTUMS IM JAHR 2068

Wie sieht das Fürstentum Liechtenstein im Jahr 2068 aus? Welche Menschen werden dort leben, welche Unternehmen ansässig sein? Mit welchen räumlichen, städtebaulichen und landschaftlichen Strukturen wird Liechtenstein ausgestattet sein? Antworten auf diese Fragen zu finden, ist ein waghalsiges Unterfangen. Die Studie entwickelt zwei Szenarien zur Zukunft des Fürstentums Liechtenstein im Jahr 2068. Die Szenarien werden bezüglich ihrer städtebaulichen und landschaftlichen Konsequenzen und Ausprägungen in großformatigen Bildern dargestellt.

 

Ort: Fürstentum Liechtenstein

Auftraggeber: Industrie- und Finanzkontor, Vaduz

Auftragnehmer: Lehrstuhl für Raumentwicklung TU München in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Angelus Eisinger, Hochschule Liechtenstein

Mitarbeit Dr. Agnes Förster am Lehrstuhl für Raumentwicklung

Zeitraum: 2007-2008

 

Publikation

 

RAUM- UND STANDORTANALYSE >>


LIECHTENSTEIN 2068
RAUM- UND STANDORTANALYSE

Grundlage der Szenarien zur Zukunft Liechtensteins im Jahr 2068 bildet eine vertiefte analytische Arbeit. Die räumlich-funktionale Betrachtung der Position Liechtensteins erfolgt auf den verschiedenen Massstabsebenen Alpenrheintal, angrenzende Ballungsräume in Deutschland und der Schweiz sowie im internationalen Standortwettbewerb. In Ergänzung dazu werden die räumlich-morphologischen und atmosphärischen Qualitäten und Entwicklungsmöglichkeiten des Kleinstaats Liechtenstein mit seinen verschiedenen Orten und Teilräumen herausgearbeitet. Mit Hilfe einer Trendarbeit werden zukünftige – gestaltbare und wünschenswerte – Entwicklungspfade für den Kleinstaat identifiziert. Die Analyseergebnisse werden mit Hilfe von Abbildungen, Karten und Diagrammen präsentiert.

 

Schreibt man die heutige Siedlungsstruktur mit den aktuellen Trends fort, so verschwinden die charakteristischen Eigenschaften des Tals. Die disperse, wenig dichte Siedlungsstruktur bedeckt den gesamten Talboden, um die stark wachsende Zahl von Bevölkerung und Arbeitsplätzen aufzunehmen. Aus diesen Analyseergebnissen wird eine übergeordnete räumliche Leitidee für die zukünftige Entwicklung Liechtensteins entwickelt: Ein markanter Grüngürtel entlang des Alpenrheins konturiert das Tal und bettet Wohnen und Arbeiten in eine vielfältige Landschaft ein.

 

RÄUMLICHE KONZEPTE >>


Die Studie entwirft zwei alternative Szenarien für die zukünftige Entwicklung des Fürstentums Liechtenstein im Jahr 2068. Für das Szenario Metamorphose 100 entwickelt die Studie vier städtebauliche Schlüsselelemente. Die prototypischen Konstellationen stellen weniger bestimmte Orte im Lande in 60 Jahren dar, als vielmehr Funktionen und deren Behandlung, die für eine erfolgreiche Transformation notwendig sein werden. 1) Vaduz-Schaan mit großzügigem Stadtzentrum und Hauptbahnhof 2) Nachbarschaften, die neuen Wohngebiete 3) Tallandschaft als multifunktionaler Raum für Freizeit- und Verkehrsnutzungen 4) Das Zentrum Nord mit High-Tech Arbeitsplätzen und teilweise integrierten Wohnnutzungen. Die städtebaulichen und landschaftlichen Eigenschaften der vier Schlüsselelemente werden in Bildern skizzenhaft visualisiert.