IHFEM+

 

EVALUATION & WEITERENTWICKLUNG

Mit dem Integrierten Handlungsprogramm zur Förderung der Elektromobilität in München (IHFEM) übernimmt die Landeshauptstadt München eine bundesweite Vorreiterrolle. Seit 2015 wurden zahlreiche Projekte angeschoben. Nun gilt es, an der Schwelle zum nächsten Jahrzehnt, den aktuellen politischen und öffentlichen Schwung zum Thema Verkehrswende in München zu nutzen, um aufbauend auf der Reflexion des bisher Erreichten sowie aktuellen Entwicklungstrends eine mittel- bis langfristige Perspektive für das Programm zu entwickeln – und damit allen beteiligten Akteuren eine Planungssicherheit zu geben. 

 

IHFEM hat eine Schlüsselrolle zum Erreichen der politisch gesetzten ehrgeizigen Ziele der Landeshauptstadt: dem Erreichen der Klimaneutralität bis 2050, dem verschärften Klimaschutzziel bis 2030 von 3 Tonnen Treibhausgasimmissionen pro Kopf und Jahr, der Luftreinhaltung, dem Lärmschutz und der Energiewende. Damit IHFEM dieser Schlüsselrolle gerecht wird, muss das Instrumentarium strategisch eingebettet werden in andere Ziele und Programme beispielsweise der Luftreinhaltung, des Klimaschutzes, der Modellstadt München 2030 und der Fortschreibung des Mobilitätsplans für München sowie der Langfristigen Siedlungentwicklung. An wichtige Zwischenergebnisse dieser parallel verlaufenden Prozesse gilt es gezielt anzuknüpfen und damit die zentrale Rolle von IHFEM in anstehenden Transformationsprozess zu sichern und gezielt auszubauen. Das gilt beispielsweise für die Vision, Ziele und Maßnahmen der Modellstadt München 2030. Eine zentrale Fragestellung des Auftrags ist abzuschätzen und zu entwickeln, wie sich IHFEM mit seinen verschiedenen Säulen bisher und in Zukunft in den längerfristigen Transformationsprozesshin zur klimaneutralen Stadt einbettet.

 

In der Evaluierung werden daher sowohl Prozesse der Transformation betrachtet als auch ihre bisherigen Ergebnisse. Auf der Ebene der Prozesse spielen angesprochene und aktivierte Akteure und Netzwerke, entwickeltes Wissenund eingeübte Planungsprozesseund Verfahren eine wichtige Rolle – wie auch die Verknüpfung mit anderen städtischen Handlungsfeldern und Programmen. In Bezug auf die Ergebnisse ist zu unterscheiden zwischen pionierhaften Umsetzungen, die aufzeigen, dass und wie etwas möglich, nutzbar und erlebbar ist. Zweitens können ersteSystemeffektefestgestellt werden, wenn eine kritische Größevon Maßnahmen und Aktivitäten erreicht wird und oder sich diese mit anderen Aktivitäten zu wirkungsvollen Maßnahmenbündelnvernetzen. Drittens ist ein größerer Roll-outund ein Mainstreamingder Lösungen notwendig, um die beabsichtigen Ziele tatsächlich quantitativ zu erreichen. Ausgehend von der Evaluierung werden diese konzeptionellen Überlegungen zur Transformationfür die Fortentwicklung des Programmsgenutzt und im Dialog mit der Auftraggeberin weiterentwickelt. 

 

Ebenso wichtig wie die Rückschau ist das Abschätzen von Prozessrisiken sowie nicht vorhersehbarer Dynamiken im Dialog mit den beteiligten Expertinnen und Experten. Darauf aufbauend kann eine Transformationslandkarte und -Roadmapentwickelt werden, welche IHFEM auch im Kontext anderer Ziele und Programme einbettet.

 

Die intensive dialogorientierte Arbeitmit einer Bandbreite relevanter Stakeholder stellt einen umfassenden Einbezug bestehenden Wissens und zugleich auch unterschiedlicher Positionen und Interessen sicher. Zudem wird über den Prozess die Identifikation und Akzeptanz der Beteiligten mit den Ergebnissen abgesichert, die im besten Falle als engagierte Mitstreiter im IHFEM Prozess für die kommenden Jahre gewonnen werden können.

 

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Ort: München

Auftraggeber: Landeshauptstadt München, Referat für Gesundheit und Umwelt

Mitarbeit: Andreas Bernögger, Antonia Bourjau

Zeitraum: 2019-2020

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